November

Die Winterarbeiten wie Rähmchen säubern, reparieren und mit neuen Mittelwänden bestücken,

Wachs schmelzen sind in vollem Gange.

Jetzt ist auch Zeit um der Literatur und Kunst etwas mehr Zeit zu widmen und in Büchern zu schmökern.

Hier ein Gedicht von Heinz Erhardt,1963:

 

 

An die Bienen

Bienen! Immen! Sumseriche!

Wer sich je mit euch vergliche,

der verdient, dass man ihn töte!

Dass zumindest er erröte!

Denn, wie ihr in Tal und Berg schafft

ohne Zutun der Gewerkschaft,

ohne dass man euch bezahle,

ohne Streik und Lohnspirale,

täglich, stündlich drauf bedacht,

dass ihr für uns Honig macht,

ihr seids wert, dass man euch ehre!

Wobei vorzuschlagen wäre -

ob nun alt ihr, ob Novizen -

euch von heute an zu siezen!

 

Unser Dank, unser Applaus

säh` in etwa dann so aus:

"Sehr geehrte Honigbienen!

Wir Verbraucher danken Ihnen!"

September 2018

Der neue Honig ist geschleudert und abgefüllt. Wir haben kräftigen Sommerblüten Honig aus Anzing, einmalig Blütenhonig von der Seidlvilla in Schwabing und den bewährten Honig von Freimann, den Nachbarbienen vom Metropoltheater.

 

Wenn bei uns das Jahr den Herbst begrüßt, beginnt das Bienenjahr. Das heißt die Winterbienen, die ca 1/2 Jahr über den Winter hinweg leben, werden im September geboren. Die Bienen bekommen nach der Honigernte, je nach Wetter, im Juli/ August, Zuckerwasser, das sie einlagern. Wir haben ja schließlich ihren Honig genommen!
Ein Bienenvolk bekommt soviel Zuckerwasser, dass etwa 20 Kilo Futter für den Winter vorrätig in den Waben ist. Die Bienen tragen auch noch selbst fleißig Nektar und vor allem Pollen ein;

Bei uns brauchten die Bienen pro Volk bisher 5-10 Kilo Futter.
Sie bekommen den Sirup nacheinander in einem 5kilo Eimer, in dessen Deckel ein ganz feinesSieb eingelassen ist. Daraus können die Bienen das Zuckerwasser trinken und eintragen.
Innerhalb von 5-10 Tagen ist der 5 kilo Eimer leer.

Nach dem ersten Futtereimer werden nun die Bienen mit Ameisensäure behandelt. Die Varroamilben müssen von den Bienen entfernt werden,
eine lebenserhaltende Maßnahme, die jeder Imker durchführen muss! 
Der dadurch entstehende Putztrieb, bewirkt, dass die Milben von den Bienen fallen.

Die Behandlung wird immer nach der letzten Honigentnahme (Juli/August) durchgeführt. Die Säure verdunstet innerhalb kurzer Zeit gänzlich.
Es gibt verschiedene Methoden der Behandlung. 

 

Gibt es restliches Winterfutter im folgenden Frühling, wird dieses entnommen.
(der Honigvorrat  hängt am Rand der Beute) Die Bienen können jetzt keine alten Honigvorräte in den frisch aufgesetzten Honigraum tragen. Eventuelle Verunreinigungen im Honig werden damit vermieden.